Archive for the 'Kaminöfen' Category

Kaminöfen nach DIN 18890

Written by BigBo on Freitag, Februar 20th, 2009 in Kaminofen Glossar, Kaminöfen.

Was genau bedeutet die DIN 18890 bei Kaminöfen?

Mit dieser Frage befasst sich der folgende Artikel von unserem Moderne Kamine Team.

Für alles in Deutschland gibt es Normen und Reglungen, so auch bei Kaminen und Kaminöfen. Im Amtsdeutsch heißen sie Feuerstätten. Nun gibt es auch unterschiedliche Feuerstätten, beispielsweise welche für feste und welche flüssige Brennstoffe.

Ein Kaminofen nach DIN 18890 ist zum Beispiel eine Feuerstätten mit Dauerbrandfunktion. Das bedeutet der Kaminofen eignet sich aufgrund der Bauart und der verwandten Materialien auch als Dauerbrandofen für feste Brennstoffe. Zudem eignet sich der Dauerbrandofen nach DIN 18890 auch als Alleinheizung und besitzt dementsprechend auch die Zulassung dafür.

Als feste Brennstoff kommt bei allen Kaminöfen der DIN 18890 Scheitholz, Braunkohlebriketts und bei einigen Modellen auch Steinkohle in Frage. Bei Steinkohle ist aber Koks als Brennstoff immer ausdrücklich ausgenommen.

Besitzt der Kaminofen eine Automatikfunktion, kann man ihn auch über Nacht in Betrieb halten. Dazu muss noch nicht einmal permanent Brennstoff nach gelegt werden. Voraussetzung ist aber die Verfeuerung von Kohle.

Eine Automatikfunktion regelt die Luftzufuhr in Abhängigkeit von der Temperatur. Da Holz aber immer mit einem ausreichenden Luftüberschuss verbrannt werden muss, ist die mit diesem Brennstoff keine Dauerbrandfunktion möglich. Bei der Dauerbrandfunktion muss also notwendigerweise mit Kohle geheizt werden.

Übrigens: Wird Brennholz ohne ausreichenden Luftüberschuss verbrannt, kommt es zur verstärkten Rußentwicklung. In solchen Fällen sollte man die Luftzufuhr am Kaminofen überprüfen oder korrekt einstellen.

Kaminöfen mit der DIN 18890 sind als Alleinheizung oder einfacher Ofen mit Dauerbrandfunktion einsetzbar. In unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, passt er sich nahezu jedem vorhandenem Ambiente an. Von exklusivem Chic bis rustikalem Charme - der Kunde kann frei wählen.

Kaminofen mit 6 KW – Heizleistung für mittelgroße Räume

Written by BigBo on Donnerstag, Februar 19th, 2009 in Kaminofen Glossar, Kaminöfen.

Der Kaminofen mit einer durchschnittlichen Heizleistung von sechs Kilowatt eignet sich für mittelgroße Räume. Bei dieser Heizleistung geht man, je nach Ausführung des Kaminofens, von einem Raumheizvermögen von bis zu 125 Kubikmeter aus.

Dabei gilt aber natürlich auch den Typ des Ofens zu berücksichtigen. Ein einfacher Edelstahlofen heizt beispielsweise weniger, als ein herkömmlicher Kachelofen.
Den Kaminofen mit 6 KW gibt es als Kachelofen sowie als moderne Edelstahlvariante. Besonders beliebt sind derzeit auch Natursteinfassaden.

In dieser Ausführung besteht der Kaminofen als solches nur aus einem Heizeinsatz, der von einer Ummantlung aus Natursteinen umschlossen wird. Als Natursteine kommen nur in der Natur vorkommende Gesteinsarten in Frage.
Granit und Marmor gehören ebenso dazu wie Speck- und Sandstein. Die effiziente Funktionsweise des Natursteinofen führt auf eine bewährte Ofenbautechnik zurück, die schon beim herkömmliche Kachelofen angewendet wird.

Dabei gibt ein solcher Kaminofen nicht nur Wärme in Form von Konvektionswärme ab, sondern er erwärmt auch gleichzeitig durch ein ausgeklügeltes System die Raumluft. Deswegen besitzen diese Art von Öfen auch immer Lüftungsschlitze für dieses Funktionsprinzip.

Welche Fassade oder Ummantlung Ihr Kaminofen auch immer hat, wichtig ist das Sie damit zufrieden sind. Zum einen soll der Kaminofen gut zum bestehenden Ambiente passen und zum anderen soll doch eine ausreichende Heizleistung zur Verfügung stehen. Die optimale Kombination aus beidem - macht Ihren Wunschofen aus.

Kaminofen in einem Niedrigenergiehaus

Written by BigBo on Freitag, November 21st, 2008 in Kamine allg., Kaminöfen.

Ein Kaminofen lässt sich heutzutage wunderbar auch in einem Niedrigenergiehaus (Passivhaus) einsetzen. Wichtig ist nur das der gewünschte Kaminofen die Bauartzulassung als „raumluftunabhängige Feuerstätte“ des deutschen Instituts für Bautechnik besitzt.

Häufig verwenden Kaminhersteller die Bezeichnungen: „externe Luftzufuhr“ oder „externe Verbrennungsluftzufuhr“, diese Kaminöfen müssen aber nicht zwangsläufig für die Verwendung in Passivhäusern zugelassen sein.

Nur Kaminöfen die der DIN als “raumluftunabhängige Feuerstätte“ entsprechen, sind für den Betrieb in einem Niedrigenergiehaus ausgelegt. Der Grund liegt in den modernen Lüftungsanlagen die Passivhäuser besitzen.

In Niedrigenergiehäuser herrscht ein empfindliches Zusammenspiel zwischen Be- und Entlüftung der Innenräume. Eine Feuerstelle entzieht ihre Verbrennungsluft in der Regel der Raumluft. Diese Luft versorgt die Brennkammer und gelangt dann als Abgase oder Rauchgase über den Schornstein bzw. Kamin ins Freie.

In einem Niedrigenergiehaus ist eine ausreichende Belüftung der Räume nicht gegeben. Dadurch kann sich ein Unterdruck bilden, durch den sich die Strömungsrichtung im Schornstein bzw. Kamin umkehrt. Als Folge treten giftige Abgase über den Brennraum in den Wohnraum aus, mit erheblichen Gefahren für Leib und Leben der Bewohner.

Bei einem Kaminofen mit entsprechender DIN-Spezifikation für ein Passivhaus, verfügt der Ofen über eine externe Verbrennungsluftzufuhr. Über diese Leitung wird dem Brennraum direkt Luft aus dem Freien zugeführt. Die Verbrennungsluft wird also nicht der Raumluft entnommen. Dafür sorgt auch ein Brennraum der hermetisch dicht ist, damit nicht auch wirklich keine Raumluft der Verbrennung zur Verfügung steht.

Aufgrund dieser relativ hohen Anforderungen ist auch nicht jeder Kaminofen mit externer Verbrennungsluftzufuhr für den Einsatz in einem Niedrigenergiehaus geeignet. Im Zweifelsfall fragen Sie explizit nach der Zulassung nach DIN oder lassen sich diese am besten zeigen.

Kaminofen und Schornstein

Written by BigBo on Freitag, November 14th, 2008 in Kaminofen Glossar, Kaminöfen, Schornstein bzw. Kamin.

Das praktische an Kaminöfen ist, das man sie sich auch noch nachträglich in die eigenen vier Wände holen kann. Dabei ist es im Grunde genommen egal, ob die Wahl auf einen Kaminbausatz aus dem Katalog oder einen herkömmlichen Schwedenofen (häufig verwendete Bezeichnung für einen Kaminofen) fällt.

Kaminofen kaufen, selber aufstellen oder von Fachleuten aufbauen lassen - ganz wie gewünscht. Die Ofenrohre für den Rauchabzug einfach an den vorhandenen Schornstein (in einigen Teilen Deutschlands auch Kamin genannt) anschließen - Fertig.

Was aber, wenn der Schornstein bereits genutzt wird?

Eine häufige Frage die uns in der Praxis begegnet ist die, ob es möglich ist einen Kaminofen an einem Schornstein anzuschließen, an dem bereits eine andere Heizung angeschlossen ist?

Grundsätzlich gilt: Bei einer Ölheizung ja, bei einer Gasheizung nein.

Aber generell muss diese Frage in jedem individuellen Fall, Ihr Bezirksschornsteinfegermeister bzw. Bezirkskaminkehrermeister entscheiden. Auch bei einer Ölheizung gilt es bestimmte Bauvorschriften zu beachten, wenn man mit dem Kaminofen den selben Schornstein benützen möchte.

Zwischen beiden Ofenrohranschlüssen muss ein Höhenunterschied von mindestens 25 cm bestehen. Unter Einhaltung dieser Vorschrift ist es auch möglich zwei Kaminöfen an einen Schornstein anzuschließen. Auch bei zwei Kaminöfen gilt es allerdings den Höhenunterschied von 25 cm zu beachten, der unbedingt einzuhalten ist.

Wird der Schornstein allerdings bereits von der Gasheizung genutzt, ist es untersagt auch einen Kaminofen an den selben Schornstein anzuschließen. Die Gründe dafür liegen zum Teil in den höheren Abgastemperaturen begründet, die bei einer Gasheizung erreicht werden.

Dadurch könnten sich die Rauchgase des Kaminofens eventuell nochmals entzünden.

Keine nette Begrüßung für den Weihnachtsmann, wenn ihm eine Stichflamme aus dem Kamin entgegen schießt…

Im Zweifelsfall gilt sowieso das Wort des Bezirksschornsteinkehrermeisters bzw. Bezirkskaminkehrermeisters, darum sollten Sie solche Fragen auch vor dem Kauf eines Kaminofens gemeinsam mit ihm klären.

Kaminofen mit Automatik

Written by BigBo on Donnerstag, Oktober 23rd, 2008 in Kaminofen Glossar, Kaminöfen.

Ein Kaminofen mit Automatik hat in vielerlei Hinsicht Vorteile. Bei einem Dauerbrand geeigneten Kaminofen (Dauerbrandöfen) sorgt die Automatik für einen gleichmäßigen Abbrand des Brennstoffes. Zudem sorgt der Ofen mit dieser zum Teil simple Mechanik dafür, das eine eingestellte Wärmeleistung während des gesamten Abbrandes automatisch eingehalten wird.

Die Bezeichnung: „Automatik“ ist eigentlich nicht ganz korrekt. Korrekterweise heißt es dann auch: “Verbrennungsluftautomatik“. Das ist es auch was die Automatik macht, die Verbrennungsluftzufuhr wird automatisch in Abhängigkeit von der Abgastemperatur geregelt.

Mit welchen Methoden das die einzelnen Hersteller bewerkstelligen sind unterschiedlich. Während der eine Kaminofenhersteller mit Temperaturfühlern und Kapillarröhrchen arbeitet, verwendet der nächste Ofenhersteller Bimetalle.

Die Automatik eines Kaminofens steuert die Luftzufuhr in der Brennkammer während des ganzen Abbrennvorganges. Grundsätzlich benötigt nämlich ein Ofen beim Anbrennen (Anzünden des Brennstoffs) Luft über den Primärluftzugang. Dieser Luftzugang mündet unter dem Ascherost und versorgt den Feuerraum von unten mit Luft.
Brennt es erst mal das Feuer reicht es vollkommen aus, die Luftzufuhr einzig und alleine über die Sekundärluftzufuhr zu regeln. Dieser mündet in der Regel oberhalb des Ascherostes in die Brennkammer und versorgt den Flammenteil mit Sauerstoff.

Aufwendige Verbrennungsluftautomatiken messen mit einem Rauchgasfühler die Abgastemperatur und regeln in Abhängigkeit von dieser die Luftzufuhr über die einzelnen Zugänge geregelt. Eine einmal eingestellte Wärmeleistung wird so vom Kaminofen während des Abbrandes einer Brennstofffüllung automatisch gehalten.

Gleichzeitig heizen Sie mit einer Automatik auch wirtschaftlicher. Durch die automatisch gesteuerte und gleichmäßige Verbrennung des Bennstoffes erreichen Sie einen wesentlich höheren Wirkungsgrad mit Ihrem Kaminofen. Zudem verbrauchen Sie auch weniger Heizmaterial, weil Sie den Brennstoff effizienter nutzen.

Netter Nebeneffekt: Durch den optimalen Verbrennungsvorgang entsteht viel weniger Kohlenmonoxid und das schont wiederum die Umwelt.

Sie sehen ein Kaminofen mit Automatik bringt jede Menge Vorteile mit sich. Viele die einmal in den Genuss einer gut funktionierenden Verbrennungsluftautomatik gekommen sind möchten diesen Komfort nicht mehr missen.

Dauerbrand im Kaminofen

Written by BigBo on Mittwoch, Oktober 15th, 2008 in Kaminofen Glossar, Kaminöfen.

Kaminöfen sind im Gegensatz zu einem offenen Kamin nicht von vornherein für den Dauerbrand ausgelegt. Natürlich ist der Dauerbrand bei einem Kamin mit dem permanenten Nachlegen von Brennstoff (Kaminholz) verbunden. Bei einem Kaminofen hingegen müssen spezielle Ausrüstung und eine entsprechende Prüfung erst den Nachweis für die Dauerbrandtauglichkeit erbringen. Der Feuerraum muss beispielsweise für die Langzeitbefeuerung ausgelegt worden sein.

Mit dem Prädikat: “Dauerbrand geeignet” oder “Dauerbrandtauglich” zeichnen Hersteller Kaminöfen aus die Sie auch mal beruhigt über Nacht in Betrieb lassen können. Für den Dauerbrand verwendet man aber dann in der Regel kein Kaminholz mehr, sondern greift zur Steinkohle. Dieser Brennstoff ist wesentliche besser für eine Langzeitbefeuerung geeignet als Holz.

Ein Kaminofen mit Dauerbrandeignung besitzt auch einen Automatikregler. Dieser regelt die Luftzufuhr für den Brennraum und stellt den kontinuierlichen Abbrand der Brennraumfüllung sicher. Der Ofen spendet wonnige Wärme über Stunden, ohne das Brennstoff nachgelegt werden muss.

Kamine - Kleine Begriffskunde

Written by BigBo on Freitag, Oktober 10th, 2008 in Kamine allg., Kaminöfen.

Kamin, Kaminofen, Kachelofen, Schwedenofen die Liste ließe sich noch weiterführen. Wenn man als Verbraucher auf der Suche nach einer alternativen Heizlösung im Sinne eines Kamins ist, merkt man schnell das es eine Vielzahl von Möglichkeiten einer “offenen Feuerstelle” im Haus gibt.
Neben den obengenannten kommen dann noch Begriffe wie wasserführender Kamin oder Kamineinsatz hinzu und die Verwirrung ist komplett.

In immer neuen Beiträgen will ich Sie nun aufklären, was es mit den ganzen Begriffen auf sich hat und Ihnen auch Versuchen die Vor- und Nachteile der jeweiligen System nahe zu bringen. Nun erst mal die Grundbegriffe in der Kaminwelt.

Das Kamin Einmaleins

Zu ersten gibt es den einfachen und herkömmlichen Kamin. Ein einfacher Kamin ist die ursprünglichste Variante. Eine einfache Feuerstelle mit einem Kaminabzug der horizontal durch die Decke des Hauses geht und oben als Schornstein durch das Dach zu erkennen ist. Darum auch die ursprüngliche Bezeichnung Kamin für den Schornstein.

Als nächstes gibt es den Kaminofen. Ein modernern Kaminofen ist ein direkter Nachfahre der einfachen Öfen (Stichwort: Bollerofen) wie sie zu Großmutters Zeiten überall in den deutschen Haushalten vorzufinden waren. Einige neigen auch zu der Bezeichnung Schwedenofen, weil diese Art der Kaminöfen in den skandinavischen Ländern weit verbreitet war und von dort auch viele bekannte Hersteller kommen. Wir bleiben bei der Bezeichnung Kaminofen.

Der größte Gegensatz zu den älteren Modellen ist, das heute alle Öfen in der Regel ein Schaufenster besitzen das den Blick aufs Feuer im Inneren des Brennraumes freigibt. Der Rauch gelangt durch den Rauchabzug über das Ofenrohr in Freie. Häufig werden die Ofenrohre an vorhandene alte Kaminabzüge angeschlossen. Mit entsprechenden Kaminumbauten erhalten Kaminöfen eine Fassade wie ein altbekannter Kamin.

Der größte Vorteil eines modernen Kaminofen gegenüber eines herkömmlichen Kamins ist die effizientere Wärmeausbeute. Der Grund liegt in der geschlossenen Bauart eines Kaminofens.

Hier kommen nun die Kamineinsätze ins Spiel. Für Kamineinsätze gibt es die verschiedensten Bezeichnungen: Kaminkassette, Heizkassetten, Warmluftkassette oder Heißluftkassette um nur einige zu nennen.
Die Namen mögen verschieden sein, das Grundprinzip bleibt immer gleich.

Aus einem offenen Kamin wird mit einem Kamineinsatz ein geschlossener Kaminofen.

Der Blick aufs Feuer erfolgt durch eine Scheibe und die Wärme bleibt wirkungsvoll im Inneren der Brennkammer. Mit diesem System lassen sich die guten Wärmeeigenschaften eines Kaminofens optimal mit den Vorteilen eines offenen Kamins verbinden.