Archive for Oktober, 2008

Der Schornstein zum Kamin

Written by BigBo on Dienstag, Oktober 28th, 2008 in Kamin Glossar, Kaminofen Glossar.

Jeder richtige Kamin oder Kaminofen braucht einen Schornstein. Ohne den Schornsteinzug (Sog der durch den aufsteigenden Rauch entsteht) wird die Feuerstelle nicht mit ausreichend Sauerstoff für die optimale Verbrennung versorgt.

Um was für einen Typ von Schornstein es sich dabei handelt ist in der Regel egal. Ob Stahlschornstein oder ein gut isolierter und gemauerter Schornstein für beide gilt das sie mindestens 4 Meter hoch sein müssen. Diese Mindesthöhe ist notwendig um einen optimalen Schornsteinzug zu erreichen.

Bei den anderen Maßen und Mindestabständen gelten zum Teil regionale Bestimmungen, die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Da in der Regel aber eine Firma den erforderlichen Schornstein errichtetet oder erneuert, müssen Sie sich nicht mehr mit den Anforderungen rumschlagen.

Zu allen Fragen bezüglich des Schornsteins können Sie aber auch jederzeit den örtlichen Schornsteinfeger bzw. Kaminkehrer befragen und sich umfassend beraten lassen.

Wasserführende Kamine

Written by BigBo on Freitag, Oktober 24th, 2008 in Kamineinsätze, Kaminofen Glossar.

Wasserführende Kaminöfen oder wasserführende Heizeinsätze helfen dem Verbraucher noch effizienter die Energie eines Kamin oder Kaminofens auszunutzen. Neben der behaglichen Wärme spendet das Feuer zusätzliche noch warmes Wasser und entlastet somit die Heizanlage des Hauses.

Ein Kamin oder Kaminofen kann nicht nur durch die zusätzliche Heizleistung die er bereitstellt mithelfen Energiekosten zu sparen. Als wasserführender Kaminofen ist er zudem in der Lage Wasser zu erhitzen und die Zentralheizung bei der Brauchwasserbereitstellung wirkungsvoll zu unterstützen.

Das Herzstück einer solchen Anlage ist immer der Wärmetauscher. Durch den Wärmetauscher versetzt man den Kaminofen überhaupt erst in die Lage Wasser erhitzen zu können. Dabei sind die neuen Elemente so konstruiert, das von Anfang an die Entstehung von Hitzezonen vermieden wird. Das Wasser wird gleichmäßig und schnell erhitzt. Dieses Wasser steht dann Ihrer Zentralheizung zur freien Nutzung als Brauch- oder Heizwasser zur Verfügung.

Die Heizleistung von solchen wasserführenden Kaminen kann sich durchaus sehen lassen. Mit Leistungen von 10 kW bis 55 kW gibt es so ziemlich für jeden Bedarf das richtige Wärmesystem.

Um eine optimale Warmwasserversorgung zu gewährleisten verwenden die Hersteller dabei modernste Verteilsysteme und durch den Einsatz neuester Speichersysteme ist auch die schnelle Wärmeversorgung gewährleistet.

In der Regel ist problemlos die Anbindung der Systeme an bestehende Energiesysteme wie Solar- und Wärmepumpentechnologie möglich. Natürlich sollte das bereits vor dem Kauf abgeklärt werden. Wasserführende Kamineinsätze der Marke: „Normatherm“ lassen sich beispielsweise auch an eine bereits bestehende Warmwasserheizung, Brauchwassererwärmung, Solarheizung Wärmepumpenheizung sowie einen Pufferspeicher anschließen.

Wasserführende Kamineinsätze sind eine sinnvolle Kombination aus Komfort und Sparsamkeit. Und auch der Anspruch an das Design muss nicht auf der Strecke bleiben. Wasserführende Kaminöfen sind selbstverständlich ein wenig größer und schwerer als ihre Geschwister ohne Wärmetauscher. Bei einem Kamin, kann man aber in der Regel nicht auf Anhieb erkennen, ob es sich um einen gewöhnlichen oder einen wasserführenden Kamineinsatz handelt.

Kaminofen mit Automatik

Written by BigBo on Donnerstag, Oktober 23rd, 2008 in Kaminofen Glossar, Kaminöfen.

Ein Kaminofen mit Automatik hat in vielerlei Hinsicht Vorteile. Bei einem Dauerbrand geeigneten Kaminofen (Dauerbrandöfen) sorgt die Automatik für einen gleichmäßigen Abbrand des Brennstoffes. Zudem sorgt der Ofen mit dieser zum Teil simple Mechanik dafür, das eine eingestellte Wärmeleistung während des gesamten Abbrandes automatisch eingehalten wird.

Die Bezeichnung: „Automatik“ ist eigentlich nicht ganz korrekt. Korrekterweise heißt es dann auch: “Verbrennungsluftautomatik“. Das ist es auch was die Automatik macht, die Verbrennungsluftzufuhr wird automatisch in Abhängigkeit von der Abgastemperatur geregelt.

Mit welchen Methoden das die einzelnen Hersteller bewerkstelligen sind unterschiedlich. Während der eine Kaminofenhersteller mit Temperaturfühlern und Kapillarröhrchen arbeitet, verwendet der nächste Ofenhersteller Bimetalle.

Die Automatik eines Kaminofens steuert die Luftzufuhr in der Brennkammer während des ganzen Abbrennvorganges. Grundsätzlich benötigt nämlich ein Ofen beim Anbrennen (Anzünden des Brennstoffs) Luft über den Primärluftzugang. Dieser Luftzugang mündet unter dem Ascherost und versorgt den Feuerraum von unten mit Luft.
Brennt es erst mal das Feuer reicht es vollkommen aus, die Luftzufuhr einzig und alleine über die Sekundärluftzufuhr zu regeln. Dieser mündet in der Regel oberhalb des Ascherostes in die Brennkammer und versorgt den Flammenteil mit Sauerstoff.

Aufwendige Verbrennungsluftautomatiken messen mit einem Rauchgasfühler die Abgastemperatur und regeln in Abhängigkeit von dieser die Luftzufuhr über die einzelnen Zugänge geregelt. Eine einmal eingestellte Wärmeleistung wird so vom Kaminofen während des Abbrandes einer Brennstofffüllung automatisch gehalten.

Gleichzeitig heizen Sie mit einer Automatik auch wirtschaftlicher. Durch die automatisch gesteuerte und gleichmäßige Verbrennung des Bennstoffes erreichen Sie einen wesentlich höheren Wirkungsgrad mit Ihrem Kaminofen. Zudem verbrauchen Sie auch weniger Heizmaterial, weil Sie den Brennstoff effizienter nutzen.

Netter Nebeneffekt: Durch den optimalen Verbrennungsvorgang entsteht viel weniger Kohlenmonoxid und das schont wiederum die Umwelt.

Sie sehen ein Kaminofen mit Automatik bringt jede Menge Vorteile mit sich. Viele die einmal in den Genuss einer gut funktionierenden Verbrennungsluftautomatik gekommen sind möchten diesen Komfort nicht mehr missen.

Brennstoff für einen Kamin oder Kaminofen

Written by BigBo on Montag, Oktober 20th, 2008 in Kamin Glossar, Kamine allg..

Als Brennstoff für Kamine oder Kaminöfen darf nur geeignetes Brennmaterial verwendet werden. In erster Linie gelten hierbei für Sie die Angaben aus der Betriebsanleitung ihrer neuen Feuerstätte.

Ein Kaminofen trägt im Amtsdeutsch die Bezeichnung: Feuerstätte für Festbrennstoffe. Damit haben Sie auch schon ihre generelle Marschrichtung. In der Regel eignet sich nur feste Brennstoffe wie naturbelassenes Holz, Holzbriketts und Braunkohlenbriketts zur Verfeuerung. Dabei haben schwere und harte Holzsorten wie z.B. Eiche, Buche und Esche einen höheren Brennwert, als leichtere Sorten wie beispielsweise Tanne.

Der Wassergehalt des Brennholzes muss zwischen 15-20 % betragen. Ein kleiner Tipp zur Prüfung: Nehmen Sie ein Holzstück und tragen Sie auf dem einen Ende ein wenig Spülmittel auf. Pusten Sie dann auf der gegenüberliegenden Seite des Holzes hinein. Wenn sich nun Bläschen im Spülmittel bilden, ist das Holz trocken genug zu verfeuern.

Trockenes Holz ist sehr wichtig für die Verfeuerung. Feuchtes Holz ist nämlich einer der häufigsten Ursachen für übermäßige Rauchbildung.

Es ist auch durchaus möglich Abfallholz beispielsweise aus der Holzindustrie zu benutzen. Achten Sie nur darauf das das Holz nicht imprägniert oder gebleicht ist, damit sich beim Abbrennvorgang keine schädlichen Gase entwickeln können. Bei Einhaltung dieser einfachen Regel ist ofentrockenes Abfallholz ein günstiger Brennstoff.

Anders verhält es sich mit Treibholz. Während Sie früher bedenkenlos Treibholz in einem offenen Kamin verfeuern konnten, wird heute davon abgeraten.

Bei der Verbrennung von Treibholz entstehen Stoffe die Metalle angreifen und durch Rost oder Eisenfraß beschädigen können. Da mittlerweile im Kamin- und Schornsteinbau Metall oder Metallkonstruktionen regelmäßig zum Einsatz kommen (beispielsweise als Heizeinsatz beim Kamin oder Regenabweiser beim Schornstein) wird von der Verwendung von Treibholz als Brennstoff abgeraten.

Aus dem gleichen Grund ist Treibholz speziell für die Verbrennung in einem Kaminofen gänzlich ungeeignet, ansonsten kann es bei der regelmäßigen Verwendung zu den obengenannten Beeinträchtigungen kommen.

Generell handelt es sich bei ihrem Kamin oder Kaminofen nicht um Ihre kleine private Müllverbrennungsanlage. Neben der Gefahr für sich selbst und Ihre Nachbarschaft, durch die Entstehung von giftigen Gasen, führt ein solches Verhalten auch zu einer erheblichen Umweltbelastung. Bei Klagen aus der Nachbarschaft drohen mitunter Geldbußen von behördlicher Seite.

Tabu sind zum Beispiel alle Arten von behandeltem Holz, egal ob lackiert, imprägniert, gebeizt, geölt, gestrichen oder anderweitig behandelt. Auch sonstige Abfälle insbesondere Plastik und Kunststoffe sind verboten. Gleiche gilt für Pappen und Altpapier in großen Mengen.

Neben den bereits genannten Nachteilen bei der Verbrennung von anderen Brennstoffen außer naturbehandeltes Holz kommt ein wesentlicher Aspekt noch hinzu. All diese Materialien haben im Vergleich zu gutem Brennholz einen lächerlichen Brennwert.

Kaminbausätze - Kamine zum Selbsteinbau

Written by BigBo on Freitag, Oktober 17th, 2008 in Kaminbausätze.

Kaminbausätze sind eine ideale Möglichkeit für den nachträglichen Einstieg in die Kaminwelt. Einen Kaminbausatz bekommt man heute bequem übers Internet, bei den großen Versandhäusern, dem spezialisierten Fachhändler und natürlich bieten auch die großen Baumarktketten allerlei Kaminbausätze an.

Ein Kaminbausatz besteht im Grunde genommen aus einem Heizeinsatz (meistens Stahlblech), der mit den verschiedensten Materialen (Mamor, Kunststein, etc.) verkleidet werden kann. Alles wird fest an die Wand montiert, steht auf dem Fußboden und wird an den vorhandenen Schornstein angeschlossen. Der Heizeinsatz ist üblicherweise mit einer Sichtscheibe ausgestattet. Die Heizleistung beträgt im Schnitt 7-8 kW und die freie Auswahl der Dekorelemente gewährleistet eine optimale Integration in die vorhandenen Wohnlandschaft.

Die großen Hersteller wie Hark, Haas & Sohn, Supra und Fireplace bieten alle Kaminbausätze an. Möchte der Kunde den Bausatz zum Selbsteinbau haben, sollte er zumindest über einen gewissen Grad an handwerklichem Geschick verfügen. Dann lässt sich auch die Montage in einigen Stunden bewältigen. Bei einer Montage des Kaminbausatzes an eine Ziegelwand wird eine Isolierung empfohlen. Bei der Montage an eine tragende Stahlbetonwand oder eine Holzwand ist die Verwendung einer Brandschutzisolierung Pflicht.

Wichtig: In einige Kommunen in Deutschland fordern die Behörden eine Fachunternehmererklärung auch für Kaminbausätze zum Selbsteinbau an. Diese kann Ihnen natürlich nur von einem zugelassenen Ofenbauer ausgestellt werden. Informieren Sie sich also sicherheitshalber vor dem Kauf bei Ihrem Schonsteinfeger/Kaminkehrer.

Ein kompletter Kaminbausatz besteht in der Regel aus einem Heizeinsatz, der Verkleidung, verschiedenen Dekorelementen und einer Montageanleitung. Häufig wird dem Kamin-Set zur besseren Verdeutlichung noch ein Aufbauvideo in Form einer DVD beigelegt.

Mit der ausreichenden Heizleistung und einem Raumheizvermögen von über 200 Kubikmetern eignen sich die meisten Kaminbausätze als wirkungsvolle Zusatzheizung. Eines gilt es noch zu berücksichtigen: Mit einem Gewicht von weit über 600 kg sind Kaminbausätze keine Leichtgewichte. Im Zweifelsfall sollte also immer ein Fachmann die Statik, also die statische Belastbarkeit ihres Fußbodens, berechnen.

Die Lieferung ist bei den meisten Angeboten inklusive. Die erfolgt aber nur „Frei Bordsteinkante“, das heißt die Lieferung wird nur vor ihrem Haus abgeladen. Den Transport in die eigenen vier Wände müssen Sie selber organisieren. Meistens gibt es aber immer einige junge Leute in der Nachbarschaft die Ihnen (gegen eine kleine Entlohnung) gerne helfen das Problem zu bewerkstelligen.

Die wahren Ausmaße des Kamins sowie alle Dekorelemente und Verzierungen sieht man bei einem Kaminbausatz erst wenn er vollständig aufgebaut ist. Darum sollte man immer versucht sein, seinen Wunsch-Kaminbausatz einmal als fertigen Kamin zu sehen. Nur so kann man sich ein richtiges Bild von der Sache machen.

Am besten schaut man sich gründlich in den Fachgeschäften um und informiert sich dann noch zusätzlich im Internet. Mitunter sind gravierende Unterschiede in den Preisvorstellungen der Anbieter zu finden.

Grundsätzlich ist der Erwerb von Kaminbausätzen in einem Fachgeschäft, wegen der fachkundigen Beratung und dem persönlichen Ansprechpartner bei Fragen und Problemen, immer dem reinen Onlinekauf vorzuziehen. Es obliegt aber selbstverständlich Ihnen, ob damit der höhere Preis für Sie gerechtfertigt ist.

Dauerbrand im Kaminofen

Written by BigBo on Mittwoch, Oktober 15th, 2008 in Kaminofen Glossar, Kaminöfen.

Kaminöfen sind im Gegensatz zu einem offenen Kamin nicht von vornherein für den Dauerbrand ausgelegt. Natürlich ist der Dauerbrand bei einem Kamin mit dem permanenten Nachlegen von Brennstoff (Kaminholz) verbunden. Bei einem Kaminofen hingegen müssen spezielle Ausrüstung und eine entsprechende Prüfung erst den Nachweis für die Dauerbrandtauglichkeit erbringen. Der Feuerraum muss beispielsweise für die Langzeitbefeuerung ausgelegt worden sein.

Mit dem Prädikat: “Dauerbrand geeignet” oder “Dauerbrandtauglich” zeichnen Hersteller Kaminöfen aus die Sie auch mal beruhigt über Nacht in Betrieb lassen können. Für den Dauerbrand verwendet man aber dann in der Regel kein Kaminholz mehr, sondern greift zur Steinkohle. Dieser Brennstoff ist wesentliche besser für eine Langzeitbefeuerung geeignet als Holz.

Ein Kaminofen mit Dauerbrandeignung besitzt auch einen Automatikregler. Dieser regelt die Luftzufuhr für den Brennraum und stellt den kontinuierlichen Abbrand der Brennraumfüllung sicher. Der Ofen spendet wonnige Wärme über Stunden, ohne das Brennstoff nachgelegt werden muss.

Kamineinsätze - Verwandlung eines Kamin zum Kaminofen

Written by BigBo on Sonntag, Oktober 12th, 2008 in Kamineinsätze.

Der Kamin hat einen wesentlichen Nachteil. Durch seine offene Bauweise ist er nicht so effizient in seiner Heizleistung wie ein Kaminofen. Durch Kamineinsätze wird aus ihrem Kamin eine wirkungsvolle zusätzliche Heizung.

Das Ganze lässt sich auch noch mit eindrucksvollen Zahlen belegen. Während ein gewöhnlicher offener Kamin einen Wirkungsgrad von maximal 25 Prozent hat, steigert sich der Wirkungsgrad desselben Kamins nach dem Einbau einer Heißluftkassette auf über 75 Prozent. Das ist ein glatte Verdreifachung des Wirkungsgrades. Klar, das eine solch effiziente Zusatzheizung einem wesentlich besser hilft teure Heizkosten zu sparen.

Je mehr Wärme durch den Kamin erzeugt wird, desto weniger müssen Sie konventionell heizen.

Es gibt unterschiedliche Bezeichnungen für Kamineinsätze. Heizeinsatz, Warmluftkassette, Heizkassette, Heißluftkassette oder einfach Kaminkassette sind die meist verwendeten Ausdrücke. Das Grundprinzip ist wiederum bei allen gleich.

Mit einem Heizeinsatz kann ein offener Kamin nachträglich zu einem Kaminofen verwandelt werden. Die unterschiedlichen Hersteller bieten von Bausätzen zum Selbsteinbau bis hin zu Maßanfertigungen und Sonderanfertigungen alle Arten von Kamineinsätzen zum nachträglichen Einbau an. Somit kann eigentlich jeder Kamin umgerüstet werden.

Die Funktionsweise eines Heizeinsatzes ist im Grunde genommen recht einfach. Dazu wird das Innere des Kamins zu einem geschlossenen Brennraum umfunktioniert. Um den Brennraum herum entsteht eine geschlossene Kassette mit Luftöffnungen. Durch die untere Luftöffnung wird kalte Raumluft hineingezogen an den Wänden des Brennraums erwärmt und durch obenliegende Lüftungsöffnungen wieder in die Raumluft abgegeben. Da warme Luft leichter ist als kalte entsteht somit eine Sogwirkung und diese wiederum gewährleistet die fortlaufende Luftkonvektion.

Selbstverständlich besitzen auch Kamineinsätze eine Sichtscheibe für den freien Blick auf das Feuer und die Flammen und ermöglichen so immer noch den wahren Kamingenuss. Damit die Sicht nur nicht permanent durch Ruß getrübt wird sollten Sie auf eine Scheibenbelüftung achten. Damit wird in der Regel ein übermäßiges Verrußen der Scheiben wirkungsvoll verhindert.

Kamine - Kleine Begriffskunde

Written by BigBo on Freitag, Oktober 10th, 2008 in Kamine allg., Kaminöfen.

Kamin, Kaminofen, Kachelofen, Schwedenofen die Liste ließe sich noch weiterführen. Wenn man als Verbraucher auf der Suche nach einer alternativen Heizlösung im Sinne eines Kamins ist, merkt man schnell das es eine Vielzahl von Möglichkeiten einer “offenen Feuerstelle” im Haus gibt.
Neben den obengenannten kommen dann noch Begriffe wie wasserführender Kamin oder Kamineinsatz hinzu und die Verwirrung ist komplett.

In immer neuen Beiträgen will ich Sie nun aufklären, was es mit den ganzen Begriffen auf sich hat und Ihnen auch Versuchen die Vor- und Nachteile der jeweiligen System nahe zu bringen. Nun erst mal die Grundbegriffe in der Kaminwelt.

Das Kamin Einmaleins

Zu ersten gibt es den einfachen und herkömmlichen Kamin. Ein einfacher Kamin ist die ursprünglichste Variante. Eine einfache Feuerstelle mit einem Kaminabzug der horizontal durch die Decke des Hauses geht und oben als Schornstein durch das Dach zu erkennen ist. Darum auch die ursprüngliche Bezeichnung Kamin für den Schornstein.

Als nächstes gibt es den Kaminofen. Ein modernern Kaminofen ist ein direkter Nachfahre der einfachen Öfen (Stichwort: Bollerofen) wie sie zu Großmutters Zeiten überall in den deutschen Haushalten vorzufinden waren. Einige neigen auch zu der Bezeichnung Schwedenofen, weil diese Art der Kaminöfen in den skandinavischen Ländern weit verbreitet war und von dort auch viele bekannte Hersteller kommen. Wir bleiben bei der Bezeichnung Kaminofen.

Der größte Gegensatz zu den älteren Modellen ist, das heute alle Öfen in der Regel ein Schaufenster besitzen das den Blick aufs Feuer im Inneren des Brennraumes freigibt. Der Rauch gelangt durch den Rauchabzug über das Ofenrohr in Freie. Häufig werden die Ofenrohre an vorhandene alte Kaminabzüge angeschlossen. Mit entsprechenden Kaminumbauten erhalten Kaminöfen eine Fassade wie ein altbekannter Kamin.

Der größte Vorteil eines modernen Kaminofen gegenüber eines herkömmlichen Kamins ist die effizientere Wärmeausbeute. Der Grund liegt in der geschlossenen Bauart eines Kaminofens.

Hier kommen nun die Kamineinsätze ins Spiel. Für Kamineinsätze gibt es die verschiedensten Bezeichnungen: Kaminkassette, Heizkassetten, Warmluftkassette oder Heißluftkassette um nur einige zu nennen.
Die Namen mögen verschieden sein, das Grundprinzip bleibt immer gleich.

Aus einem offenen Kamin wird mit einem Kamineinsatz ein geschlossener Kaminofen.

Der Blick aufs Feuer erfolgt durch eine Scheibe und die Wärme bleibt wirkungsvoll im Inneren der Brennkammer. Mit diesem System lassen sich die guten Wärmeeigenschaften eines Kaminofens optimal mit den Vorteilen eines offenen Kamins verbinden.

Der Kamin

Written by BigBo on Donnerstag, Oktober 9th, 2008 in Kamin Glossar, Kamine allg..

In einem Lexikon findet man häufig unter dem Begriff Kamin folgende Erläuterung.

Kamin: der, 1) offene Feuerstätte, 2) umgangsprachlich für Schornstein, 3) schmale Spalte im Fels.

Aus der ersten dieser Erklärungen (offene Feuerstätte) lässt sich auch wunderbar die Bedeutung eines Kamin für uns Menschen heraus ableiten.

Von frühster Zeit an saßen unsere Vorfahren um das Feuer herum, als einzige Licht- und Wärmequelle besaß es für die Menschen damals eine ungemein wichtige Rolle. Die Zubereitung von gekochten Speisen wurde so überhaupt erst möglich. Auch die Gemeinschaft der Menschen wurde durch das abendliche Sammeln um die Feuerstätte zusätzlich gestärkt.

Die Schaffung einer künstlichen Lichtquelle (Feuer) brachte den Menschen zudem den Sieg über die Dunkelheit. Bislang war für den Homo Sapiens mit Einbruch der Dunkelheit die Zeit der Aktivität beendet. Mit seinem/unseren äußerst schwachen Sehvermögen bei stockdunkler Nacht waren wir/er nachtaktiven Räubern ziemlich wehrlos ausgeliefert.

Das Feuer gab den Menschen Licht, Schutz, Wärme, die Möglichkeit der Essenszubereitung und (ganz wichtig) zusätzliche Freizeit.

Zeit die sie nicht mehr ausschließlich dem Kampf ums Überleben widmen mussten. Zeit die sie jetzt mit der Beschäftigung miteinander verbringen konnten. Diese Umstände waren die Grundvoraussetzungen für die Bildung der zwischenmenschlichen Kommunikationsformen.

Sie sehen die offene Feuerstätte, also im übertragenen Sinne der Kamin ist einer der wichtigsten Nebenerscheinungen der Weltgeschichte.

Wieso sich also nicht ein wenig dieser weltumspannenden Tradition der Menschheit, die in allen Kulturen und Erdteilen der Welt gleich gepflegt wurde, in die eigenen vier Wände holen?

Moderne Kamine und Kaminbausätze lassen sich heutzutage nahezu überall realisieren. Welche Möglichkeiten es dazu alles gibt, stelle ich Ihnen in den kommenden Beiträgen auf Moderne Kamine.de vor.

Elektrokamin oder Kaminofen?

Written by BigBo on Mittwoch, Oktober 8th, 2008 in Elektrokamin, Kamine allg..

Moderne Kamine sind in den vielfältigste Formen und Variationen anzutreffen. Klar muss man sich als Verbraucher nur darüber sein, welche Art von Kamin man haben möchte?
Hier lautet die erste Frage: Herkömmlicher Kaminofen oder Elektrokamin?

Auch wenn es für wahre Kaminenthusiasten auf diese Frage nur eine richtige Antwort gibt, hat auch der Elektrokamin seine Daseinsberechtigung.

Elektrokamine bestehen in der Regel aus dem eigentlichen Elektrokamin mit dimmbarem Dekofeuer und einem Kaminumbau. Der Kaminumbau gibt dem ganzen eigentlich erst den Anschein eines echten Kaminofens.

Die meisten Elektrokamine besitzen noch, um eine perfekte Imitation abzugeben, eine mehrstufige Wärmeluftheizung die häufig noch mit einem Thermostat versehen wird. Die Heizleistung liegt mit durchschnittlich 1,6 kW aber weit unter den eines normalen Kaminofen (im Schnitt 6-8 kW).

Elektrokamine eignen sich in erster Linie für nachträgliche Einbauten und schmale Geldbeutel. Mit Preisen unter 200 Euro sind sie wirklich preiswert. Natürlich gibt es auch ausgefeiltere Modelle mit weitaus höheren Preisen. Zudem Bedarf es bei der nachträglichen Nachrüstung einer Wohnung mit einem Kamin keinerlei Anschlüsse seitens eines Schornsteins oder eines Zuluftrohres.

Wer beim Wunsch nach einem Kamin in den eigenen vier Wänden auf der Suche nach einer kostengünstigen Lösung ist der kommt nicht an dem Elektrokamin vorbei.

Wer aber das wirkliche “Lagerfeuer” Feeling haben möchte der muss sich wohl oder übel bei den regulären Kaminöfen umschauen. Hier kommt man dann aber auch in den wahren Genuss eine richtigen und vor allen Dingen knisternden Lager-Feuer.